News: Canon 5D Mark IV

Canon hat am 25. August 2016 das lang erwartete Spitzenmodell der EOS 5D Reihe vorgestellt, die Canon EOS 5D Mark IV. Die 5D Reihe mit dem Vorgänger 5D Mark III gilt als Canons Arbeitstiere, Profi-/Berufsfotografen aus aller Welt verlasen sich seit Jahren auf diese Modelle.

Passend zur Canon EOS 5D Mark IV hat Canon zwei neue Objektive der L-Serie vorgestellt. Das EF 24-105mm 1:4L IS II USM ist voraussichtlich ab Dezember zum Preis von 1.259 Euro verfügbar und das EF 16-35mm 1:2,8L III USM ab November zum Preis von 2.625 Euro. Die EOS 5D Mark IV ist voraussichtlich ab Mitte September mit einer UVP von 4.065 Euro im Fachhandel erhältlich.

Der 30,4 Megapixel CMOS (Vollformat-)Sensor ist eine Neuentwicklung und soll sich durch einen größeren Dynamikumfang auszeichnen, die 5D Mk. IV nimmt nun 7 Bilder pro Sekunde in Reihe auf. Wie lange spekuliert nimmt die 5D Mk. IV nun auch Videos in 4K Auflösung (4.096 x 2.160 Pixel) bei 30/25/24 fps auf, HD Videos sogar in 120 fps. Der maximale ISO Bereich liegt bei 32.000 und lässt sich auf ISO 50 und ISO 102.400 erweitern, WLAN und GPS sind nun integriert. Eine vielversprechende Neuentwicklung ist das Dual Pixel RAW Format, dieses Dateiformat erlaubt die nächträgliche Korrektur bzw. Verlagerung des Schärfepunkts, eine horizontale Verlagerung des Bokehs sowie die Reduzierung von Linsenreflexionen.

Die 5D Mk. IV bietet 61 Autofokusfelder – davon 41 Kreuzsensoren – die ein erweitertes Feld abdecken. Sie ermöglichen selbst bei -3 LW (was in etwa dem Mondlicht entspricht) den Einsatz des Autofokus mit dem optischen Sucher – sogar bis -4 LW, wenn sich die Kamera im Live View Modus befindet. Das neue – immernoch starre –Display bietet wieder eine Diagonale von 3,2 Zoll, neu ist die Touchscreen-Steuerung. Ein neuer AF-Bereich Auswahlschalter (wahrscheinlich vergleichbar zur Canon 7D Mark II) erlaubt das schnelle Umschalten zwischen AF-Feldern bzw. -Bereichen. Teilweise sind Neuerungen auch aus anderen Modellen verbaut, so zum Beispiel der mit der 70D erstmals vorgestellte Dual Pixel CMOS Autofokus, erstmals findet sich im professionellen Segment auch ein NFC Chip zur Verbindung mit der mobilen App.

Die neuen Objektive im Schnellüberblick:

EF 24-105mm 1:4L IS II USM

– Zoombereich von 24-105mm
– Konstante Lichtstärke von 1:4
– L-Serien Witterungsschutz
– Optischer 4-Stufen-Bildstabilisator

EF 16-35mm 1:2,8L III USM

– Weitwinkel-Zoombereich von 16-35 mm
– Hohe konstante Lichtstärke von 1:2,8
– Robuste L-Serien Konstruktion

Unsere erste Einschätzung: Lange wurde über den Nachfolger zur 2012 vorgestellten 5D Mark III spekuliert, noch länger wurde die EOS 5D Mark IV erwartet. Auf dem Papier sehen die Neuerungen gut aus, zum einen gibt es wohl zahlreiche Detailverbesserungen wie Dual Pixel AF, den AF-Wahlschalter (wer den bei der 7D ausprobiert hat, weiß ihn zu schätzen) oder eine vertikale Erweiterung der AF-Felder. Zum anderen sind auch die erwarteten technischen Verbesserungen vorhanden, die eine neue Generation mit sich bringen sollte. Darunter die höhere Bildauflösung und höhere ISO Bereiche – und die damit angekündigte verbesserte Low Light Performance, erstmals ist bei einer Canon Fotokamera 4K integriert. Die auf dem Papier interessanteste Neuerung dürfte Dual Pixel RAW sein, wenn das die Erwartungen erfüllt, wird das viele Fotografen mit Offenblende glücklicher machen.

Wir sind gespannt ob die Neuerungen den recht hohen Einführungspreis von 4065 Euro rechtfertigen. Interessant wird ob Canon auch die zahlreichen 5D Mark III Besitzer sowie Aufsteiger von den semi-professionellen Modellen (6D, 7D Mark II) überzeugen kann. Wir sind auf die ersten Testbilder und Praxiserfahrungen gespannt.

 

Fotos der Canon 5D Mark IV

 

 

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