Review: DeLonghi Lattissima Touch

In den letzten Wochen habe ich mir einmal die DeLonghi Lattissima Touch näher angesehen. Wer jetzt bei diesem Produktnamen vermutet, dass die Kaffeemaschine über ein Touchdisplay verfügt, der wird enttäuscht sein. Mit dem Zusatz Touch meint DeLonghi lediglich, dass die Kaffeemaschine über berührungssensible Sensortasten verfügt. Dies bietet lediglich den Mehrwert, dass sich der Aufdruck im Vergleich zu anderen Knöpfen bei intensivem Gebrauch nie abreiben wird. Bei dieser Modellserie handelt es sich um eine Kaffeemaschine für Nespresso-Kaffeekapseln.

Die Inbetriebnahme der Lattissima Touch gelingt sehr einfach. Man braucht dafür auch keine Anleitung. Die Kaffeemaschine verfügt über diverse Programme wie u. a. Cappuccino oder Latte Macchiato. Nach der ersten Inbetriebnahme macht man schon die erste negative Erfahrung mit der Maschine. DeLonghi liefert die Kaffeemaschine mit Standardeinstellungen für die Füllmenge der Tassen aus. Nur so einfach gestaltet sich die Anpassung der Füllmenge für Milch und Kaffe nicht. Aufgrund eines fehlenden Displays, mit dem man intuitiv vielleicht die Einstellungen vornehmen könnte, muss man an dieser Stelle das Handbuch konsultieren und sich intensiver mit der Bedienung der Kaffeemaschine auseinandersetzen. Man kann es jetzt positiv sehen, dass sich alle Teile einfach reinigen lassen, aber andererseits auch negativ. Persönlich sehe ich ein solches Konzept eher negativ, weil doch der Reinigungsaufwand etwas höher ist, als bei manch anderen Modellen. Bei hohen Gläsern bietet die Kaffeemaschine keine Abtropfschale und muss somit immer mitgereinigt werden, wenn der Auslass einige Sekunden nachtropft.

Die Lattissima Touch bietet alle notwendigen Funktionen, die für eine teure Kapselmaschine notwendig ist, aber auch nicht mehr. Bei dieser Maschine fehlen Merkmale wie Brühstopp bei leerem Wasserbehälter oder einem großem Kapselbehälter. Insgesamt können die Behälter etwas größer sein. In etwa wird der Inhalt des Milchbehälters für ca. sechs Tassen reichen und aus dem Inhalt des Wasserbehälters wird man acht Tassen kochen können. Was der Wasserbehälter nicht hat, ist ein Sensor der vor möglichen Leerdurchgängen warnen würde. Nach den negativen Punkten möchte ich an dieser Stelle noch den frei verstellbaren Milchschaum erwähnen, der sich in der Festigkeit variabel verstellen lässt.

Es ist eigentlich für mich wenig verständlich, warum DeLonghi eine solche in der Bedienung komplizierte Maschine entwickelt und auf dem Markt bringt, wenn doch bereits im Produktportfolio entsprechende Modelle existieren, die wesentlich anwenderfreundlicher sind. Ich spreche hier von den Modellen mit integriertem Aeroccino. Bei der Lattisima Touch müssen zur Reinigung einige Teile auseinandergebaut und anschließend wieder zusammengesetzt werden. Dazu ist der Wassertank bei diesem Modell rechteckig und schmal und erfordert doch eine höhere Aufmerksamkeit beim Befüllen. Einen weiteren Nachteil hatte ich bereits dargestellt und zwar geht es um die nachlässige Einstellung der Mengenangaben und die komplizierte Programmierung.

Meiner Meinung sollte man beim Kauf einer Nespresso Kaffeemaschine von DeLonghi eher zu den Modellen mit integriertem oder extra Aeorccino greifen. Diese Modelle sind einfach zu bedienen und erfordern sehr wenig Aufwand in der Reinigung. Der Aeroccino muss einfach nur kurz ausgespült werden und auch die Kaffeemaschine ist einfach zu reinigen. Ein weiterer Aspekt spricht auch für diese Modelle von DeLonghi. Im Vergleich zu der von uns getesteten Kaffeemaschine sind diese Modelle um die 70 – 80 Euro günstiger.

Bilder des DeLonghi Lattisima Touch

 

 

 

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