Test: DriveNow – Alternative zur Autovermietung

Mit einem Test des Carsharing Anbieters DriveNow versuchen wir die Frage zu beantworten, ob das Carsharing-Konzept eine Alternative für Geschäftsreisende zur klassischen Autovermietung darstellt. Daher haben wir uns in Berlin das Angebot von DriveNow näher angesehen. Die DriveNow GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Unternehmen Sixt und BMW, wobei sich Sixt um Logistik und BMW um die Fahrzeuge kümmert. Die Flotte von DriveNow besteht aus Fahrzeugen der Marken: Mini und BMW. Genauer betrachtet, handelt sich hierbei um die Modelle BMW 1er, BMW X1, Mini, Mini Clubman und Mini Cabrio. DriveNow setzt auf das free Floating Konzept. Dies bedeutet, dass im Rahmen des fest definierten Nutzungsgebietes die Fahrzeuge auf freien Parkplätzen im öffentlichen Nutzungsraum abgestellt werden dürfen. Wie DriveNow genau funktioniert, möchten wir Ihnen nun genauer erläutern.

Um überhaupt ein Kunde bei DriveNow werden zu können, ist eine Registrierung auf der Homepage notwendig. Nachdem man dies gemacht hat, muss man noch einmal persönlich in einer der Registrierungsstellen erscheinen, um dort die Kundenkarte in Empfang zu nehmen. Hat man dies erledigt, wird das Kundenkonto direkt freigeschaltet und man kann direkt das erste Auto reservieren. Zur Autoregistrierung ist es notwendig, die DriveNow App auf dem eigenen Smartphone zu installieren. Die App ortet die Position des Kunden und zeigt verfügbare Fahrzeuge in der Nähe an. Mit einem Klick auf das Fahrzeug werden nähere Informationen angezeigt. Dazu zählen u.a. das Kennzeichen, der genaue Standort und bekannte Schäden. Nachdem man das Fahrzeug reserviert hat, wird das Auto für 15 Minuten für andere Kunden blockiert. Damit man das Fahrzeug auch schnell findet, fungiert die App auch als Navigationshilfe, indem Sie den Weg sowie Entfernung zum Fahrzeug anzeigt.

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Nachdem man das Fahrzeug gefunden hat, entriegelt man das Auto mit der Kundenkarte. Man wird vom Navigationssystem freundlich begrüßt. Um die Buchung zu beginnen, drückt man auf Start, außer man möchte zum Flughafen fahren. Nachdem man sein persönliches Kundenkennwort eingegeben hat, werden einem die gemeldeten Schäden angezeigt.

 

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Hat man beim Rundgang um das Fahrzeug noch einen nicht bekannten Schaden entdeckt, so kann man diesen dem Kundendienst über das Fahrzeug melden. In dem Fahrzeug sind Sim-Karten von Vodafone verbaut, so dass einem bei einer Schadensmeldung keine Kosten entstehen. Preislich bewegt sich das Fahrvergnügen mit DriveNow zwischen 31-34 Cent pro Minute je nach Modell. Die Fahrzeuge verfügen über die wichtigsten Ausstattungsmerkmale wie: Klimaautomatik, Navigationssystem und Freisprecheinrichtung, so dass man sich auch als Ortsfremder prima zurecht finden kann.
Vom inneren Zustand des Fahrzeugs bekommt man direkt bei Buchung des Autos eine erste Information. Diese gibt einem an Hand einer Bewertungsskala Auskunft, ob das Fahrzeug grade gereinigt wurde oder stark verschmutzt ist. Die von uns gefahrenen Fahrzeuge waren in einem ordentlichen Reinigungszustand. Hält man das Fahrzeug an, zeigt sich auf dem Display folgende Meldung:

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Nicht immer möchte man als Fahrzeugnutzer nach dem ersten Halt auch gleich die Buchung beenden. Damit man das Fahrzeug nach dem Halt weiter nutzen kann, stellt man das Auto auf „Parken“. Somit steht das Auto weiterhin dem Nutzer zur Verfügung. Sollte man per Zufall ein Fahrzeug mit unter 25% Tankinhalt erwischen, so kann man,wenn man möchte, das Fahrzeug mit der Tankkarte volltanken. Wird das Fahrzeug dann mit mindestens 90% zurückgegeben, so schreibt einem DriveNow 20 Freiminuten gut.

Hat man aber seine Fahrt beendet, so wählt man „Buchung beenden“ aus. Damit die Buchung endgültig beendet wird, muss man nur noch das Fahrzeug mit seiner Kundenkarte wieder verriegeln.

Nachdem wir mit DriveNow 3 Testfahrten in 2 BMW 1ern und einem Mini unternommen haben, können wir durchaus sagen, dass DriveNow zum klassischen Mietwagen für Geschäftsreisende durchaus eine gute Alternative sein kann. Der Minutenpreis ist ein all-inklusive Preis, d.h. keine Parkgebühren, keine Benzinkosten und keine sonstigen Gebühren. Bei einem normalen Mietwagen muss man bspw. für Parkgebühren oder das Benzin aufkommen. Der Wagen von DriveNow kann überall im öffentlichen Parkraum gemäß der StVO. abgestellt werden. Somit bezahlt man lediglich für die Fahrt zum Ziel und der Wagen steht nicht während eines längeren Meetings ungenutzt herum. Das Fahrzeugalter war in unserem Fall nicht älter als 12 Monate und in einem sehr guten Zustand. Selbst an den Flughäfen der DriveNow Städte stehen entsprechende Fahrzeuge zur Verfügung, welche für eine Fahrt in die Innenstadt genutzt werden können. Somit ist unserer Meinung nach DriveNow eine Alternative zum Mietwagen bzw. sogar zum Taxi.