Fahrbericht: Ford Mondeo

Eines unserer jüngst getesteten Fahrzeuge ist der Ford Mondeo als Limousine. Der geräumige Fünfsitzer überzeugt in der Vollausstattung vor allem mit seinen nützlichen Gadgets, die das Fahren komfortabel und einfach machen, dazu aber später mehr.

Abgesehen von der äußeren Optik, die definitiv etwas her macht und einen hochwertigen Eindruck hinterlässt, punktet der Ford gerade im Innenraum. Die Verarbeitung der Armaturen ist qualitativ hochwertig und bietet zwar vergleichsweise minimalistischen, jedoch vollkommen ausreichenden Komfort. Die Geräumigkeit kommt in keinem Punkt zu kurz, da der Ford Mondeo sowohl über eine recht große Rückbank verfügt, auf der drei Leute bequem Platz finden, als auch über einen sehr großen Kofferraum, in dem allerhand verstaut werden kann.

Fahrtechnisch ist vor allem das weiche Fahrwerk hervorzuheben. Zwar ist die Lenkung manchmal zu schwammig und wirkt dadurch leicht unpräzise, allerdings verfliegt dieser Eindruck mit der Zeit, da man als Fahrer schnell damit umzugehen weiß.

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Die starke und gut zu regulierende Klimaanlage ermöglicht auch bei hohen Temperaturen eine angenehme Fahrt und in Kombination mit der relativ gut funktionierenden Sitzkühlung den optimalen Fahrkomfort. Auch das Einparken macht Ford mit diesem Modell kinderleicht, da die integrierte Rückfahrkamera keine Wünsche offen lässt. In unseren Tests überzeugte sie mit Übersichtlichkeit und Genauigkeit. Auch bei hellem Tageslicht oder in der Nacht war die Kamera stets zuverlässig.

Soweit zu den Komfortgadgets, aber kann der Ford Mondeo auch über längere Strecken überzeugen?

Dank des eingebauten Totwinkelwarners, der in unserem Test einwandfrei funktionierte, sind auch längere Autobahnfahrten gut zu bewältigen. Nächtliche Fahrten erleichtert Ford dank des automatischen Fernlichts ebenfalls enorm und sorgt so dafür, dass der Fahrer sich gänzlich auf die Strecke konzentrieren kann.

Der wohl größte Pluspunkt des Ford Mondeo ist definitiv der niedrige Spritverbrauch. In unseren Testfahrten konnte er mit einem Durchschnittsverbrauch von ca. 8 Litern (kombiniert) – bei normaler bis zügiger Fahrweise –  punkten.

ford_01Der für uns größte Minuspunkt ist das eingebaute Navigationssystem. Zwar navigierte es während unserer Testfahrten jederzeit zuverlässig zu jeder Zielangabe, jedoch ist die Bedienbarkeit stark verbesserungswürdig.

Zoomen oder andere Veränderungen der Streckenansicht sind nicht möglich und schränken den Fahrer in der Bedienung leider ein. Auch Sonderziele wie Kaufhäuser oder Wahrzeichen sind leider nicht auswählbar, sodass stets eine genaue Adresse erforderlich ist. Dies haben andere Hersteller schon wesentlich besser hinbekommen. Ideal wäre es, wenn beispielsweise bei einer Änderung der Fahrgeschwindigkeit auch automatisch die Zoomstufe des Kartenausschnitts angepasst würde.

Einer der Vorteile des Systems ist allerdings, dass eine zusätzliche Angabe des aktuellen Streckenabschnitts direkt im Cockpit angezeigt wird und so der Fahrer gerade bei hohen Geschwindigkeiten nicht gezwungen ist, den Blick von der Fahrbahn abzuwenden um die Navigationsanweisungen korrekt aufzunehmen.

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Fazit:

Die Amerikaner haben mit diesem Ford einen sehr soliden Wagen abgeliefert, der stetig positiv auffiel. Das gute Preis-Leistungsverhältnis lädt definitiv dazu ein, die Vollausstattung näher in Betracht zu ziehen. Auch wenn man kleinere Abstriche machen muss, wie beispielsweise am Navigationssystem überzeugt der Ford Mondeo durchweg vor allem mit seinem niedrigen Spritverbrauch und seinem hohen Komfort und ist somit empfehlenswert.