Fahrbericht: Kia cee’d Sportswagon

Bereits 2006 hat Kia die erste Generation des cee’d eingeführt um sich in der Kompaktklasse zu positionieren. Im Jahr 2012 kam dann die 2. Generation auf den Markt, die im letzten Jahr eine Modellpflege erhielt. Äußerlich blieben die Änderungen an der Modellpflege sehr dezent, aber Motorseitig gibt es seitdem ein Doppelkupplungsgetriebe und einen neuen Dreizylinder-Benziner. Alle anderen Motoren haben Euro 6 erhalten.

Weiterhin unverändert gibt es die bekannten drei Karosserievarianten. Den kompakten Koreaner gibt es weiterhin als fünftürige Steilhecklimousine (cee’d), als Dreitürer (pro_cee’d) und als Kombi (cee’d Sportswagon). In diesem Fall haben sind wir den cee’d Sportswagon mit der 1,6 CRDI Motorisierung gefahren. Der Motor verfügt über 136 PS mit 280 Nm in der handgeschalteten Variante. In 9,8 Sekunden beschleunigt der Motor das Fahrzeug von 0-100 km/h. Angegeben ist der Motor mit einem Verbrauch im NEFZ von 3,6 Litern pro 100 km. Bei unseren Testfahrten sind wir das Fahrzeug mit einem Verbrauch von 5,4 bis 5,8 Litern je nach Streckenverhältnis gefahren.

Der Innenraum zeigt sich ansprechend und bietet vorn wie hinten ein großzügiges Platzangebot sowie einen üppigen Kofferraum. Auch größere Personen finden bequem Platz hinterm Lenkrad. Auch längere Reisen lassen sich auf den bequem gepolsterten Sitzmöbel gut aushalten. Allerdings dürfen die Personen auf dem Fahrer- und Beifahrersitz nicht größer als 1,90 Meter sein, weil sonst die Freiräume im Fondbereich zu gering ausfallen können und somit nur Kindern ausreichend Platz geboten wird. Insofern wäre das bei meiner eigenen Körpergröße ein entsprechendes Problem.

Das Navigationssystem des cee’d ist in allen Modellen ähnlich. Die Bedienung geht wie gehabt einfach von der Hand und gibt keine Fragen auf. Die üblichen Funktionen sind in dem System integriert wie Telefonie, Bluetooth Stream oder Musikwiedergabe über den USB Anschluss. Wer sich das System einmal genauer anschauen möchte, der soll sich die Vorstellung des Systems aus dem Kia Soul ansehen. Dies Video habe ich hier verlinkt.

Wer sich schon für einen Kombi entscheidet, der achtet vor allem auch auf die Ladefähigkeit des Fahrzeugs. Der Kofferraum des cee’d Sportswagon präsentiert sich äußerst variabel. Für größere Gepäckstücke lässt sich die Laderaumabdeckung entfernen, das Trennnetz herausnehmen und wenn notwendig sogar die Rückbank zu 1/3 und 2/3 umlegen. Für Kleinigkeiten befindet sich unterhalb des Bodens noch Ablagefächer für Kleinigkeiten. Der Kritikpunkt ist von meiner Seite das Entfernen des Trennnetzes. Am Boden wird das Gepäckraumnetz mittels Gurten in Ösen am Boden befestigt. Um es zu lösen, muss man einerseits die Gurte lockern oder die Rückenlehnen vorklappen. Mit bis zu 1642 Liter Ladevolumen ist somit mehr als genug Platz für entsprechendes Gepäck.

Die Preise für den cee’d Sportswagon beginnen bei 16.190 Euro in der Basisversion. Die Basisversion bezeichnet Kia als Attract und bietet dazu lediglich den 1,4 Liter Benziner mit 100 PS an. Für die von uns gefahrene Spirit Ausstattungslinie ruft Kia 25.090 Euro mit dem 1,6 CRDi auf. In dieser Ausstattungslinie sind beispielsweise Merkmale wie Geschwindigkeitsregelanlage, beheizbares Lenkrad oder Klimaautomatik serienmäßig mit dabei.

Fotos des cee’d Sportswagon