Fahrbericht: Kia Niro

Bei dem Kia Niro handelt es sich um ein Vollhybrid-SUV. Allerdings kann der Akku des Niro nicht über die Steckdose geladen werden. Nach NEFZ verspricht Kia mit einer 18 Zoll Bereifung einen kombinierten Durchschnittsverbrauch von 4,4 Liter. Insbesondere bei Hybrid Fahrzeugen hat man doch schnell den Eindruck, dass die Verbrauchswerte deutlich weiter von der Realität weg sind, als bei reinen Verbrennern. Nicht nur aus diesem Grund habe ich mir einmal den Kia Niro angesehen und wollte auch sehen, wie der tatsächliche Verbrauch im Alltag ist.

Der Kia Niro teilt sich die Technik mit dem Ioniq von der Konzernmutter Hyundai. Dabei geht er einen eigenständigen Weg beim Design und gibt sich als Crossover. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten legt der Niro weniger Wert auf futuristisches Design, sondern gibt sich mehr als ein interessanter Crossover. Damit soll das Fahrzeug eine andere Zielgruppe ansprechen. Beim Laderaum des Niro hat man nicht den Eindruck, dass das Fahrzeug über einen Lithium-Ionen-Polymer-Akku verfügt, der 1,56 kWh leistet, aber nur 33 Kilo wiegt. Angebracht ist die Batterie vor der Hinterachse.

Insgesamt überzeugt der Niro ebenfalls beim Platzangebot. Davon abhängig wer auf Fahrer- und Beifahrersitz sitzt, kann die Beinfreiheit im Fond etwas eng werden und auch für größere Personen ist die Kopffreiheit mehr als ausreichend. Die Kraft des Hybridantriebs wird per Doppelkopplungsgetriebe auf die Vorderräder übertragen. Somit erspart man sich bei stärkeren Beschleunigen den sogenannten Gummibandeffekt eines stufenlosen Automatik-Getriebes. Dies überträgt entsprechende Gasbefehle zunächst mit hohen Drehzahlen und Motorheulen verweigert dann aber die Leistung.

Beim Fahrkomfort überzeugt der Niro mit einer harmonischen Fahrwerksabstimmung und einer direkten Lenkung für einen Hybrid. Wie man es von Kia gewohnt ist, gibt es auch beim Niro die 7 Jahre Garantie. Das Testfahrzeug verfügt über die Top-Ausstattung Spirit. Des Weiteren verfügt der Testwagen noch über das Leder-Paket zu 1.490 Euro und das Advanced-Driving-Paket zu 1.290 Euro. Somit hat der Niro alle sinnvollen Assistenzsysteme an Bord. Mit der optionalen Metallic-Lackierung liegt dann der Preis knapp unter 34.000 Euro. Im Rahmen unserer Testfahrt bin ich den Niro mit 5,6 Liter auf 100 km gefahren mit wechselnden Streckenprofilen (Stadt, Autobahn, Landstraße). Zusammenfassend hat mich der Niro sehr überzeugt.

Bilder des Kia Niro