Fahrbericht: Kia Soul

Hauptsache auffallen mögen sich die Designer beim Entwerfen des Kia Soul gedacht haben. Äußerlich polarisiert der Soul mit seinem kantigen Aussehen. Vielleicht mag man sich bei Kia gedacht haben: Hauptsache kein Mainstream. Es fällt durchaus schwer den Soul in eine Schublade zu stecken. Das äußerliche Design des Kia verkörpert Offroad-Insignien und Bodenfreiheit eines SUV mit der Form eines Vans. Man mag den Soul eben oder nicht.

So sehr das Blechkleid auffällt, so konservativer ist der Innenraum gestaltet. Dies soll jetzt nicht negativ klingen, denn der Innenraum wirkt überraschend wertig und aufgeräumt. Im Gegensatz zur vorherigen Generation hat Kia hier noch einmal deutlich zugelegt. Bei den Armaturen setzt Kia auf klassische Rundinstrumente in Verbindung mit einem großen hochauflösenden Bordcomputer. Das Lenkrad ist in Leder eingefasst, lässt sich gut anfassen und ist zusätzlich noch beheizbar.

Auch die Mittelkonsole mit Navigationssystem und Klimaanlage wirkt klar strukturiert und aufgeräumt. Die Bedienung der Klimaanlage und des Navigationssystems ist selbsterklärend und benötigt nicht unbedingt einen Blick in die Bedienungsanleitung. Das Navigationssystem ist technisch auf der Höhe der Zeit und verfügt über ein hochauflösendes Display mit 3D Kartendarstellung. Das Navigationssystem haben wir in einem separaten Video im Detail vorgestellt. Die einzige Ausgeflipptheit, die sich Kia im Innenraum leistet, ist die Ambientebleuchtung rund um die Boxen, die sich entweder in regelmäßigen Abständen oder im Takt der Musik ändert.

Wie man es eigentlich bei Kia gewohnt ist, verfügt der Soul über recht umfangreiche Komfort Extras. Der Soul bietet Sitzheizung und Sitzbelüftung, Klimaautomatik, Rückfahrkamera, Tempomat, 18 Zoll Felgen und Keyless-Go. Diese Komfortfeatures erhält man, wenn man den Soul in der höchsten Ausstattungsvariante bestellt. Optional sind an dieser Stelle das Navigationssystem, das Soundsystem und die Teilledersitze, die separat bestellt werden müssen.

Obwohl das äußere Design des Kia eine gewisse Geräumigkeit vermuten lässt, so ist das Gepäckraumabteil mit 238 Litern Volumen relativ klein. Dafür ist das Raumangebot für die Passagiere mehr als ausreichend. Selbst bei größeren Personen auf dem Fahrer- und Beifahrersitz ist der Platz in der 2. Reihe immer noch ausreichend. Muss man jetzt größere Stücke mit dem Soul transportieren, dann kann man die Rücksitze umklappen und das Volumen wächst auf 1367 Liter an.

An sich ist der Kia ein Auto mit zwei Gesichtern. Einerseits ist der Soul äußerlich ein extravagantes KFZ, aber dennoch aufgrund der eckigen Karosserieform ein sehr praktisches Auto. Damit eignet sich der Soul für all diejenigen als Auto, die ein praktisches aber nicht langweiliges Auto suchen. Allerdings könnte der Verbrauch etwas niedriger sein. Kia gibt 5,0 l/100km an, aber in unserem Test waren es 6,5 l/100 km.

Bilder

Post Comment