Fahrbericht: Kia Sportage

Der Kia Sportage ist in seiner jetzigen Form bereits seit 2015 auf dem Markt. Im Jahr 2018 erhielt der Sportage ein Facelift. Das von uns gefahrene Modell hatte noch kein Facelift. Insgesamt wird der Sportage nunmehr 22 Jahre (mit Unterbrechung zwischen 2002 und 2004) gebaut und zeigt sich aktuell in der vierten Generation. Wie bei vielen anderen Modellen teilt sich auch der Sportage viele Fertigungsparallelen mit dem Schwestermodell Tucson.

Mit seinem Vorgänger hat der derzeitige Sportage nicht mehr viel gemeinsam. Sein Design wirkt sehr europäisch und entstammt ebenfalls aus der Feder von Peter Schreyer. Bereits 2007 wurde das neue Erkennungszeichen der Marke Kia, die sogenannte „Tiger Nase“, die der Kia Sportage ebenfalls trägt. Die LED-Scheinwerfer mit den charakteristischen Tagfahrleuchten wirken gut integriert und verpassen dem Kia einen ernsten Blick. 

Der Einstieg des Kia Sportage ist sehr einfach und hat man erst mal den Fahrersitz erklommen, sitzt man in einem durchaus bequemen Sitz. Die Sitze bieten eine ordentliche Portion Seitenhalt. Das von uns gefahrene Fahrzeug hatte eine Stoff-Leder Kombination. Kia bietet das Fahrzeug auch mit dem Leder-Paket Nero an.  Als Erstes fällt einem die saubere Verarbeitung auf. Kein Spalt, keine Lücke oder knarzende Geräusche trüben den positiven Eindruck des Innenraums. Der dem Fahrersitz leicht zugewandte Armaturenträger beinhaltet sämtliche Bedienelemente an den zu erwartenden Plätzen und Stellen. Wobei die Anzahl an Schaltern und Tasten nicht gerade wenig ist, ist diese Anzahl doch ausreichend, um eine intuitive Bedienung zu ermöglichen. Das lederbezogene Multifunktionslenkrad sieht sehr sportlich aus und könnte aber eine Spur mehr aus meiner Sicht an Aufpolstern vertragen. Ansonsten sind die Tasten am Multifunktionslenkrad sehr logisch aufgebaut und einfach zu bedienen.

Die Platzverhältnisse im Sportage sind großzügig und bieten auch groß gewachsenen Mitmenschen gerecht. Auch im Fond gibt es auf den beiden äußeren Sitzen kein Grund zu meckern. Sowohl die Kopffreiheit als auch die Beinfreiheit ist für längere Reisen ausreichend. Beim Thema Laderaum punktet der Kia ebenso. Die mindestens 491 Liter reichen bereits für die meisten Anforderungen sehr gut aus. Falls man doch einmal größere Dinge im Kia verstauen möchte, kann man die Rückenlehnen ganz einfach umklappen und dann erhöht sich das Ladevolumen auf 1.492 Liter.

Gefahren sind wir den 2,0 CRDi 2WD mit 136 PS. Das dieser Motor jetzt nicht für Hochgeschwindigkeitstouren auf der Autobahn geeignet ist, sollte wohl jedem klar sein. Bereits bei 1.500 Touren liegen 373 Newtonmeter Drehmoment an. Mit dem kurz übersetzten Gängen des manuellen Sechsganggetriebes ist der Motor im Sportage mehr als ausreichend. Für ein Diesel ist das Laufgeräusch sehr zurückhaltend und nie aufdringlich. Die Lenkung ist für einen SUV durchaus direkt und nicht zu weich ausgelegt. Mit der Federungsabstimmung versucht der SUV auf die Bezeichnung Sport in seinem Modellnahmen hinzuweisen, weil diese doch sehr straff abgestimmt ist, was aber nicht bedeutet, dass der Sportage über wenig Komfort verfügt.

Der Kia Sportage ist ein insgesamt sehr rundes Produkt und damit nicht ohne Grund ein sehr beliebter SUV in seiner Klasse. Im Vergleich zu seinen Konkurrenten ist der Sportage sehr umfangreich ausgestattet und bietet damit enorme Preisvorteile. Kia bietet für alle seine Modelle eine siebenjährige Herstellergarantie und dürfte damit die letzten Zweifler überzeugen. Insgesamt verkörpert der Sportage die Bezeichnung SUV mehr als so manch anderes Modell. Der Sportage ist durchaus eine Empfehlung wert.

Fotos des Kia Sportage