Fahrbericht: Mitsubishi Lancer

Bei Namen Lancer denkt man doch automatisch an den Lancer Evo und seine Erfolge im Ralleysport. Nein in diesem Fall bin ich die Sportlimousine mit 117 PS gefahren, weil der Evo seit Langem nicht mehr in Deutschland vertrieben wird. Wie Ihr es von mir gewohnt seid, habe ich mich einerseits mit dem Infotainment beschäftigt und andererseits auch einmal einen Blick auf den Sitzkomfort geworfen.

Aber schauen wir uns zunächst einmal das Infotainment an. Im ersten Moment wird man ein Déjà-vu haben, weil doch dieses Infotainment mit dem großen Navigationssystem (bekannt aus unserem Outlander Video) sehr große parallelen aufweist. Im Prinzip ist das Infotainment hier im Lancer der kleine Bruder des großen Infotainments ohne Navigationsfunktion. In diesem Testfahrzeug befindet sich auch nicht das Rockford Fosgate Soundsystem, sondern ein kleineres System mit 8 Lautsprechern. Aber schaut Euch zunächst einmal das Video an.

 
Ähnlich wie das große Navigationssystem empfinde ich dieses Infotainment als ein sehr rundes System. Es läuft flüssig und ohne großen Systemhänger. Allerdings muss ich auch hier wieder kritisieren, dass das ganze System von seinen Funktionen her sehr verschachtelt und wenig intuitiv ist. Diesem Makel ist sich Mitsubishi bewusst und auf der aktuell stattfindenden IAA in diesem Jahr ein neues System präsentiert. Ich hoffe, dass ich Euch dieses System einmal zu einem späteren Zeitpunkt noch zeigen darf.

Bei meinem 2. Thema erlebe ich als Fahrer mit über 2 Metern in dem Fahrzeug höhen und tiefen. Als ich zum ersten Mal auf dem Fahrersitz Platz genommen habe, hatte ich das Gefühl mich in Omas Sessel zu setzen. Dies soll jetzt nicht negativ klingen, aber die Sitze sind sehr gut gepolstert. Manch einer wird bei diesen Sitzen bemängeln, dass die Seitenwangen nicht sehr ausgeformt sind und man keinen großen Seitenhalt in diesen Sitzen hat. Da muss ich mich leider anschließen, da auch mir der nicht vorhandene Seitenhalt fehlt. Besonders gut hat mir die Verstellbarkeit des Fahrersitzes gefallen und das sehr großzügige Platzangebot. Ich konnte mir dieses großzügige Platzangebot allerdings nicht zunutze machen, weil die Lenksäule sich nur in der Horizontalen einstellen lässt und nicht in der Vertikalen. Somit was es leider notwendig näher mit dem Sitz ans Lenkrad zu rücken.  Der Lancer verfügt zwar über eine Mittelarmlehne, allerdings lässt sich diese nicht in der Höhe verstellen und ist somit für mich zu tief angebracht.

Im Fondbereich könnte man bei größeren Fahrern schnell der Meinung sein, dass hinter dem Fahrer kein Platz ist. Ich bin über 2 Meter groß und auf kürzeren Strecken doch schon ein Erwachsener hinter mir sitzen.

Als kleine Randnotiz möchte ich an dieser Stelle noch eine Sache erwähnen. Bei meinen Testfahrten (Stadt/Land/Autobahn) hat mich der Lancer mit seinem Benzinverbrauch sehr überrascht. Ich konnte nach Bordcomputer den Wagen auf 5,8 Liter Super/100 km bewegen.

Bilder: