Fahrbericht: Mitsubishi Pajero

Warum fahren Großstädter einen Geländewagen? Es mag durchaus Gründe geben, wie sich in diesem Artikel  zum Mitsubishi Pajero 3,2 DI-D zeigen wird. Wir sind den Pajero als 3-Türer gefahren. Aber bevor wir zum eigentlichen Test kommen, noch etwas zur Geschichte des Pajero.

Der Mitsubishi Pajero ist einer der Klassiker im Geländewagen Segment. Seit 1982 ist der Pajero in unterschiedlichen Generationen auf dem Markt. Wir sind den Geländewagen in der 4 Generation gefahren, die seit 2007 auf dem Markt ist. Als 3-Türer ist der Pajero 4,38 Meter lang und 1,87 Meter breit. Die Gesamthöhe beträgt je nach Ausstattungsvariante zwischen 1,84 Meter und 1,87 Meter.

Trotz der relativ voluminösen Ausmaße kommt doch recht gut mit dem Pajero im Straßenverkehr zurecht. Aufgrund der kantigen Karosserieform ist der Pajero sehr übersichtlich und zusätzlich trägt auch die erhöhte Sitzposition hinter dem Lenkrad bei. Zusätzlich verfügt der Pajero bei Rückwärtsfahren über eine entsprechende Kamera, sodass man auch nach hinten raus alles im Blick hat. Insbesondere ist die Einbauposition sehr gut gewählt, weil sich diese im Reserveradhalter befindet.

Das Kofferraumabteil ist bei hochgeklappter Sitzbank mit 290 Litern doch relativ klein und hat bei einem größeren Wocheneinkauf schnell seine Grenzen erreicht. Aber bei umgeklappter Sitzbank wird der Pajero zum Laderaumwunder und schluckt 1119 Liter. Insbesondere bei SUV oder Geländewagen ist man schnell der Meinung, dass solche Fahrzeuge über viel Platz im Innenraum für die Fahrgäste verfügen und auch größere Personen gut Platz finden.

Allerdings enttäuscht der Pajero hier auf voller Linie. Als Fahrer mit über 2 Metern hat man doch das Gefühl sich zwischen Lenkrad und Sitz falten muss. Einziger Pluspunkt bei den Sitzen ist die elektrische Einstellbarkeit. Erstaunlich überraschend war, dass sich das Lenkrad nur in der Höhe verstellen lässt. Wie schon erwähnt, haben größere Piloten des Pajero doch sehr wenig Platz auf dem Fahrersitz. Dies liegt vor allem an der geringen Vorstellbarkeit nach hinten. Meiner Meinung nach könnte durchaus die Sitzschiene länger sein, weil doch sehr viel Platz zwischen Fahrersitz und Rückbank bei maximaler Verstellung nach hinten. Des Weiteren stößt bei den aktuellen Verstellmöglichkeiten des Sitzes mein rechtes Knie sehr am Armaturenträger an.

Sowohl im Straßenverkehr als auch auf der Autobahn ist der 3,2 Liter Diesel recht durstig. Im Idealfall konnten wir den Pajero auf knapp über 10 Liter auf 100 km bewegen. Wer auf der Autobahn doch mal flotter unterwegs sein möchte, der kann durchaus mit dem Pajero die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h erreichen. Mit 441 Nm Drehmoment und dem herausragenden Allradantrieb verspricht der Pajero auch dort Durchkommen, wo entsprechend asphaltierte Straßen fehlen.

Beim Fahren vermittelt der Pajero das Gefühl in einem Schiff zu sitzen. Das Auto vermittelt ein erhabenes Fahrgefühl und eine gewisse Gemütlichkeit beim Cruisen über die Landstraßen. Dies mag sicherlich der Hauptgrund sein, warum sich Großstädter für einen Geländewagen entscheiden. Allerdings muss man doch stark zwischen den „neumodischen“ SUV und einem „klassischen“ Geländewagen unterscheiden. Negativ kann ich beim Pajero nur die beengten Platzverhältnisse bei größeren Leuten anmerken, ansonsten gibt es nichts negatives zu berichten.

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