Fahrbericht: Opel Astra Sports Tourer

Manch einer nennt seinen Kombi T-Modell, Variant, Touring oder Avant und bei Opel trägt unter anderem der Astra die Bezeichnung Sports Tourer. Seit April dieses Jahres steht der Astra Sports Tourer beim Händler. Der Sports Tourer soll laut Opel als Kompakter erste Wahl sein, wenn vor allem darum, geht Platzpotenzial in variabelster Form optimal zu nutzen. Preislich ordnet sich der Spots Tourer 1.000 Euro über dem Fünftürer ein.

Im direkten Vergleich zum Vorgänger mag man meinen, dass der neue Sports Tourer deutlich größer ist als der Vorgänger. Aber das ist nur eine optische Täuschung, weil beide Fahrzeuge dieselben Ausmaße besitzen. Durch die neuen LED-Leuchten kommt das Heck deutlich frischer rüber und wirkt dadurch schmaler.

Führen wir uns noch einmal vor Augen, dass Opel die Karosserieabmessungen unangetastet gelassen hat, so bietet dennoch der neue Sports Tourer mehr Platz im Innenraum. Der Unterschied bewegt sich im cm Bereich, aber vom Gefühl ist der Unterschied doch deutlich spürbar. Im Detail macht sich das neue Raumgefühl bei der Kopffreiheit vorne, Beinfreiheit hinten und im Ladevolumen bemerkbar. Auch hinterm Steuer fühlt man sich direkt wohl. Dazu tragen nicht unerheblichen Teil die ergonomischen Sitze mit dem Gütesiegel AGR (Aktion Gesunder Rücken) bei. Des Weiteren ist die Materialanmutung und Haptik sehr angenehm. Die Verarbeitung ist überall präzise und genau ausgeführt.

Heute ist für den Kunden bei dem Kauf eines neuen Fahrzeugs die Konnektivität nicht ganz unwichtig. Daher möchte ich an dieser Stelle noch einmal auf die Videoserie verweisen. In dieser Serie stelle ich das Infotainment, CarPlay und das Multidisplay einmal näher vor. Zwischen den beiden Rundinstrumenten befindet sich ein 4,2-Zoll großes Multidisplay, welches optional zu haben ist. Die Bedienung des Mitteldisplays erfolgt über das Multifunktionslenkrad. Insgesamt ist die Anordnung schlüssig gelöst und gibt auch ohne Blick ins Handbuch keine Fragen auf. Des Weiteren verfügt der Astra Sports Tourer noch über ein 8-Zoll Display im Armaturenträger. In unserem Testwagen war in diesem Fall das Navi 900 Intellilink verbaut und konnte über den Touchscreen bedient werden.

Aus einer Sache hat Opel aus der Vergangenheit gelernt. Man hat die Anzahl an Knöpfen deutlich reduziert und nur die wesentlich notwendigen an den richtigen Stellen platziert. Manche einer vermutet ein Ablagefach unterhalb der Klimaeinheit. Auf den ersten Blick mag dies vielleicht so aussehen, aber dieser angedeutete Griff hat eine andere Funktion. Es handelt sich hierbei um eine Duftpatrone für das AirWellness Aromasystem. Insgesamt gibt es am Armaturenbrett nichts Großes zu kritisieren, allerdings kann manchmal der umlaufende silberne Rahmen um die Lüftungsdüsen die Sonne direkt in die Augen reflektieren und somit blenden.

Beim Laderaum möchte ich noch einmal den Vergleich mit dem Vorgänger wagen. Das Ladevolumen stieg nämlich beim neuen Sports Tourer um 80 Liter an. Der Laderaum ist flexibel an die eigenen Bedürfnisse anpassbar. Erst mal lässt sich die Abdeckung entfernen und die Lehne der Rückbank zu 2/3 und 1/3 umlegen. Somit beträgt das Ladevolumen mindestens 540 und maximal 1630 Liter. Optional lässt sich die Heckklappe elektrisch betätigen und kann sogar noch mittels Fußbewegung geöffnet werden.

Der Testwagen besaß den 1,4 Liter Vierzylinder ecoFLEX mit 150 PS mit 6-Stufen-Automatikgetriebe. Das Drehmoment des Motors beträgt 230 Newtonmeter. Opel gibt einen Normverbrauch von 5,6 – 5,4 l/100 km (128 – 125 g/km) an. Positiv überrascht war ich an dieser Stelle vom Benzinverbrauch des Sports Tourer. Je nach Fahrweise und Strecke lag der Verbrauch zwischen 6,3 – 8,0 l/100 km. Als Erklärung sei noch gesagt, dass unser Höchstwert bei Fahrten unter Volllast auf freier Autobahnstrecke gemessen wurde. Der Turbobenziner läuft ausgesprochen leise und zieht schon bei niedrigen Drehzahlen munter los. Sicherlich jetzt nicht mit den verfügbaren Dieseltriebwerken nicht ganz vergleichbar, weil doch dem Benziner etwas Drehmoment fehlt.

 

Fotos des Opel Astra Sports Tourer