Fahrbericht: Renault Espace

Der Renault Espace ist einer der bekanntesten Mini-Vans im Automobilmarkt. Mittlerweile wird der Espace seit 32 Jahren gebaut und ist mittlerweile in der 5. Generation verfügbar. Sicherlich werden sehr viele schon einmal mit einem Espace der unterschiedlichen Generationen gefahren sein. In unserem Falle habe ich mir einmal den Espace der 5. Generation, die seit 2015 gebaut und auf dem Markt verfügbar ist.

Im Vergleich zum Vorgänger sind die Ausmaße der 5. Generation ziemlich ähnlich mit dem Vorgänger geblieben. Allerdings ist die aktuelle Generation rund 12 cm flacher und ähnelt somit weniger seinen Vorgängern und der Grundidee eines Mini-Vans als das, dass Design mehr an ein SUV erinnert. Wer jetzt Befürchtungen hat, dass aufgrund der geringeren Fahrzeughöhe weniger Kopffreiheit vorhanden ist, dem sei gesagt, dass selbst für größere Menschen mehr als ausreichend Platz im Espace ist.

Aber bevor wir uns näher mit den Eindrücken beschäftigen, möchte ich euch erst einmal das Testfahrzeug vorstellen. Gefahren bin ich den Renault Espace mit dem 1,6 TCe EDC Motor und 200 PS gefahren. Dies ist auch der einzige Ottomotor, der im Espace angeboten wird. Neben dieser Motorisierung gibt es noch 2 weitere Dieselantriebe mit 130 PS und 160 PS Leistung. Bei der Ausstattung differenziert der Espace sich durch die Ausstattungslinien Life, Intens und Initiale Paris sowie den weiteren Ausstattungsmerkmalen.

Nimmt man jetzt zum ersten Mal auf dem Fahrersitz des Espace Platz, so hat man aufgrund der breiteren Mittelkonsole und des futuristisch anmuteten Innendesign mehr das Gefühl in einem Flugzeug zu sitzen, als in einem Pkw. Zwar wirkt die breite Mittelkonsole etwas wuchtig, aber dennoch hat man ein sehr gutes Platzgefühl. Auf der relativ hohen Mittelkonsole lässt sich auch gut der rechte Arm ablegen und ermöglicht so bequemes Fahren. Um nicht unnötig Platz zu verschenken, hat Renault versucht die Mittelkonsole intelligent in zwei Teile aufzuteilen, um so nicht Platz zu verschenken. Im unteren Bereich der Mittelkonsole befindet sich ein Zigarettenanzünder sowie eine Ablage und 2 Getränkehalter. Subjektiv gesehen würde ich sagen, dass die Getränkehalter für mich etwas zu tief angebracht sind und ich zu weit nach unten greifen muss. An dieser Stelle hätte ich die Anordnung der einzelnen Komponenten etwas verändert. Meiner Meinung nach hätte ich die Anschlüsse für das Soundsystem in das Fach unter der Mittelarmlehne verlegt und das relativ kleine Fach als Getränkehalter umgebaut.

Was mir im Innenraum auch besonders gut gefallen hat, ist das sehr große Handschuhfach. In diesem Handschuhfach lassen sich auch bequem größere Gegenstände verstauen (kleine Regenschirme, Flaschen und ähnliches). Auf Grund der reichhaltigen Ablagemöglichkeiten merkt man schon, dass man bei diesem Fahrzeug sehr auf die Bedürfnisse von Familien gelegt hat. Bei einer Körpergröße von 2,05 Meter finde ich sehr gut Platz auf dem Fahrersitz und sitze auch sehr bequem. Der persönliche Komfort wird auch durch die Lordosestütze und Massagefunktion weiter gesteigert. Besonders überrascht hat mich, dass bei meiner Sitzeinstellung hinter mir noch Personen bequem Platz finden und der Platz hinter mir noch nutzbar ist.

Mit dem R-Link 2 Infotainmentsystem merkt man schon deutlich die Weiterentwicklung zu Vorgängergeneration. Über das Infotainmentsystem lässt sich mehr als Musik, Navigation und Telefonie steuern. Nicht nur die Massagefunktion für Vordersitze auch die Möglichkeit die Rücksitzbank umzuklappen lässt sich über das R-Link 2 aufrufen. Weiteres zum R-Link 2 erfahrt ihr in unserem Video.

Um den Anspruch eines Familienautos gerecht zu werden, kann auch der Espace durch seinen großen Kofferraum überzeugen. Man bekommt nicht nur den täglichen Wocheneinkauf samt Kinderwagen unter, sondern kann auch bequem in den Urlaub fahren. Wer jetzt einmal mehr mit dem Espace transportieren muss, kann wie schon erwähnt über das Infotainment die Sitze umklappen. Alternativ gibt es im Kofferraum auch Tasten, die es einem Ermöglichen gezielt Sitze umzulegen oder alle.

Nach all den positiven Seiten zum Espace kommen wir jetzt mal zu dem negativen Seiten. An sich ist der Espace ein sehr schönes Auto, wenn da nicht der Motor wäre. Anfangs hatte ich ja schon erwähnt, dass uns ein Modell mit dem Benzinmotor zur Verfügung gestellt wurde. Laut Internetseite von Renault wird der Wagen mit einem kombinierten Gesamtverbrauch nach NEFZ mit 6,2 Litern (140 g/km CO2 Emission) angegeben. Wir sind den Wagen sowohl über die Landstraße, als auch Autobahn sowie Stadt gefahren und laut Bordcomputer hat der Wagen zwischen 9,5 – 10,2 Litern verbraucht. Persönlich finde ich den Verbrauch viel zu hoch und würde daher den Ottomotor nicht empfehlen. Sicherlich wäre an dieser Stelle der Blick auf die Dieselmotoren sinnvoller.

Der Einstiegspreis in die Welt des Espace liegt bei 34.300 Euro in der Linie Life. Die Linie Life verfügt bereits über das R-Link 2 Navigationssystem. Die höchste Ausstattungslinie ist die Initiale Paris mit einem Einstiegspreis von 45.800 Euro. In dieser Ausstattungslinie verfügt der Espace über die Assistenzsysteme (Spurhalte, Toterwinkel und Geschwindigkeitswarmer), Lederausstattung, Allradlenkung, Soundsystem und Weiteres). Sicherlich sind 45.800 Euro für ein Familienwagen sehr viel Geld, aber wenn man sich vor Augen führt, wie groß der Ausstattungsumfang ist, dann kann der Espace in Preis/Leistung überzeugen.

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