Fahrbericht: Mitsubishi Outlander

Seit vergangenem Jahr ist der Mitsubishi Outlander in Deutschland verfügbar. In Deutschland konnte Mitsubishi 35.000 Exemplare des Outlanders verkaufen. Durch den Pajero besitzt Mitsubishi weitreichende Erfahrungen im Geländewagensegment und zählt somit zu den Urgesteinen in diesem Bereich. Inwiefern die dritte Generation mit den europäischen Konkurrenzprodukten vergleichbar ist und ob der Mitsubishi Outlander in das SUV oder in das Geländewagen Segment einzuordnen ist, haben wir versucht mit einem Fahrbericht zu beantworten.

Äußerlich differenziert sich der Outlander von seinen Vorgängern bereits sehr deutlich. Der aktuelle Outlander wirkt in der aktuellen Generation deutlich erwachsener und legt sein rustikales Image ab. Äußerlich hat der aktuelle Outlander, zwar in einer anderen Form, nur die Klarglas Rückleuchten als prägnantestes Designmerkmal gemeinsam. Das gesamte Design des Outlander vermittelt das Flair eines gediegenen Reisewagens, aber weniger des einen rustikalen Geländewagens. In den Abmessungen hat sich der Outlander im Vergleich zu seinen Vorgängern weitgehend nicht verändert.

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Wirft man einen Blick in den Innenraum, so wird man mit den hochwertig anmutenden Materialien mit einem Mix aus Leder, Kunstleder und hochwertigen Kunststoffen positiv überrascht sein. Der von uns gefahrene Testwagen in der Ausstattungsvariante Instyle verfügte über eine beige Lederausstattung. Jeder Oberfläche, die man in dem Fahrzeug berührt, wirkt sehr hochwertig verarbeitet. Vor allem werden am Armaturenträger hochwertige Soft-Touch Oberflächen verwendet. Hat man schließlich auf dem Fahrersitz Platz genommen, so wird man direkt feststellen, dass das Cockpit sehr ergonomisch gestaltet ist. Um eine optimale Sitzposition zu finden, lässt sich der Fahrersitz in axial und vertikal verstellen. Zusätzlich lässt sich das Lenkrad ebenfalls dieser Wege verstellen. Selbst für größere Personen, jenseits der 2 Meter, lässt sich so die optimale Sitzposition finden.

Bereits in der Basisausstattung verfügt der Mitsubishi Outlander bereits über viele Komfortfeatures wie Klimaautomatik, Start-Stop-Automatik oder Berganfahrhilfe. In unserer gefahrenen Variante „Instyle“ gehören bereits Xenon-Scheinwerfer, Rückfahrkamera, eine elektrisch öffnende und schließende Heckklappe und ein SD-kartenbasiertem Navigationssystem zum Lieferumfang. Im Vergleich mit anderen Modellen verfügt der Outlander über eine 3. Sitzreihe im Heck des Fahrzeugs, so dass man 7 Personen befördern kann. Legt man beide Sitzreihen im Heckbereich des Outlanders um, so verfügt man eine ebene mit 1,69 Meter lange Ladefläche und 1754 Liter Ladevolumen.

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Unser Testwagen war mit dem 2,2 DI-D Dieselantrieb motorisiert und als Getriebe war das stufenlose CVT-Getriebe verbaut. Mitsubishi gibt bei dieser Motorisierung einen Normverbrauch von 6,8 Litern auf 100 km an. Bei unseren Testfahrten haben wir durchaus einen ähnlichen Verbrauch zwischen 6,8 – 7,2 Litern je nach Fahrweise feststellen können. Der Outlande bietet eine serienmäßige ECO-Mode-Funktion. Mit Hilfe dieser Einstellung verändert sich die Motor-Charakterisitik, die Klimatisierung und bei 4WD-Versionen verändert sich die Einstellung auf 4WD Eco. Die Verfügbarkeit eines vollwertigen Allantriebs mit den Modi 2-WD, 4-WD und 4-WD Lock grenzt den Outlander von manchem Mitbewerber ab und sorgt so selbst im Gelände für optimalem Vortrieb.

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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Outlander uns positiv überrascht hat. Er überzeugt mit einem üppigen Platzangebot, einem durchzugstarkem und kultiviertem Dieselmotor sowie hochwertige Verarbeitung. Mit seiner umfangreichen Serienausstattung und einem Preis von unter 40.000 Euro stellt er so machen europäischen Mitbewerber in Sachen Preisleistung und Kraftstoffverbrauch in den Schatten. Wir haben bei unserem Testfahrten nur einen Kritikpunkt an dem Fahrzeug entdeckt. Für Menschen mit einer Körpergröße von über 1,75 Meter ist der Öffnungswinkel der Heckklappe viel zu gering und man muss in gebückter Haltung Sachen in den Kofferraum laden.