News: Facelift des Golf VII

Seit seiner Vorstellung ist der VW Golf VII das Ende 2012 ein voller Erfolg. Europas mistverkauftes Auto ist kein aufregendes, aber eines mit wenigen Schwächen. Nun ist es soweit, dass VW sein Erfolgsmodell neu auf die Räder stellt. Die große Modellpflege der 7. Generation von Deutschlands Autoliebling feierte Weltpremiere in Wolfsburg. VW intern wird Facelift auch mit Produktaufwertung bezeichnet. Auf den ersten Blick wird man keine großen Unterschiede zwischen dem aufgewerteten Modell und dem vorherigen Modell erkennen. Der Teufel steckt im Detail.

Heutzutage erwartet man von einem Facelift meist nicht mehr viel. Vor allem beim Äußeren halten sich die Erwartungen mittlerweile in Grenzen. Auch VW hat beim Design des Golf VII nur zart Hand angelegt. Neu geformte Stoßfänger, LED Heckleuchten, Frontscheinwerfer mit optionalen Voll-LED Leuchtmitteln und neue Kotflügel. Viel mehr hat sich beim Golf unter dem Blech getan.

Vor allem ist an dieser Stelle der neu entwickelte 1.5 TSI EVO große 4-Zylinder-Benziner mit 150 PS und 250 Nm maximalen Drehmoment zu nennen. Dieser verfügt über Zylinderabschaltung bei Teillast. Benötigt der Motor wenig Kraft im unteren Drehzahlbereich, dann schaltet der Motor zwei der vier Zylinder ab. Laut VW kommt das neue Triebwerk dabei auf einen Normverbrauch von 4,6 Liter auf 100 Kilometer.

Auch beim GTI hat VW bei der Leistung nachgelegt. Wie gewohnt gibt es den GTI in zwei Varianten (GTI und GTI Performance). Der GTI verfügt nun über 230 PS und die Performance-Version über 245 PS. Damit legen die beiden 2.0 TSI um 10 bzw. 15 PS zu. Der Facelift-GTI ist auch mit dem optionalen 7-Gang-DSG zu haben. Serienmässig verfügen die GTI-Versionen und auch der GTE über Voll-LED-Scheinwerfer. Mit dem Facelift ersetzen die Voll-LED-Scheinwerfer die Xenon Varianten.

Das Highlight im Innenraum ist das neue Infotainment-System. Erstmals hält im Golf VII der sogenannte Infotainment-Baukasten Einzug. Im Genauen bedeutet dies, dass mit dem Facelift die kleinen und monochromen Displays aus allen Modellen verschwinden und durch ein mindestens 6,5 Zoll großes Display ersetzt werden. Beim Topmodell „Discover Pro“ verbaut Volkswagen sogar einen 9,2 Zoll großen Bildschirm, der über Gestensteuerung bedient werden kann. Mit dem modularen Infotainmentbaukasten ziehen auch gleichzeitig die neuen Online-Services in den Golf VII ein.

Wie nicht anders zu erwarten erhält der neue Golf auch die neusten Assistenzsysteme. Mit dem neuen Stauassistenten kann der Golf bei einer Geschwindigkeit bis zu 60 km/h lenkt er und hält selbstständig den Abstand ein. Selbst aus dem Stillstand muss der Autofahrer nicht eingreifen, da der Golf mit diesem System selbstständig Fahrt aufnimmt und auch von alleine wieder abbremsen kann. Somit hält das teilautonome Fahren vollends in der Kompaktklasse Einzug. Des Weiteren gibt es noch den Emergency Assist. Dieses System reagiert beim Ausfall des Fahrers. In verschiedenen Stufen versucht der Golf den Fahrer wieder zum Eingreifen zu bewegen. Zuerst wird versucht den Fahrer wach zu rütteln und gleichzeitig aktiviert sich die Warnblinkanlage. Als nächste Stufe unternimmt das Fahrzeug leicht Lenkmanöver um das Umfeld aufmerksam zu machen, gleichzeitig vermeidet das Abstandstempomat ein Auffahren. Sollte bis dahin noch keine Reaktion erfolgen, wird der Golf automatisch abgebremst.

Der Vorverkauf der neuen Golf VII Generation beginnt bereits Anfang Dezember und dies zu einem unveränderten Grundpreis.

Fotos der neuen Golf VII Generation

Quelle: Volkswagen AG