Review: Asus TF303CL

Review: Asus TF303CL

Ist das Asus Transformer Pad TF303CL ein Netbook, ein Tablet, ein Ultrabook, ein Covertibel oder gar ein Laptop? Was will es sein, was soll es sein? Was kann der Asus Transformer Pad TF303CL? Das und vieles mehr werden wir in diesem Testbericht versuchen zu beantworten.

Betrachten wir einmal die Frage was das TF303CL sein soll aus einem anderen Blickwinkel. Ist einem ein vollwertiges Notebook auf Reisen zu schwer bzw. zu sperrig und bei einem Tablet nervt die fehlende Tastatur, dann kann das Transformer Pad genau diese Lücke füllen. Deswegen würden wir in diesem Fall dieses Gerät als ein Hybrid bezeichnen. Dies bedeutet, dass mittels eines Tastaturdocks aus Tablets ein vollwertiger kleiner Laptop werden kann. Bei diesem Modell vermissen wir den Zusatzakku im Tastaturdock, der zur einer Erweiterung der Laufzeit geführt hätte.

Gehäuse

Nun werfen wir einmal schnell einen Blick rund um das Gerät. Im Tablet befinden sich ein Micro-USB Anschluss zum Aufladen des Gerätes auf linken Seite im unteren Bereich. Auf derselben Seite befindet sich noch ein Micro-HDMI Anschluss und die Laut-Leise Taste. Auf der gegenüber liegenden Seite befindet sich der Kopfhöreranschluss, ein Micro-SD Steckplatz und der Sim-Karten Slot. Erweitert man das Tablet mit dem Tastaturdock, so verfügt das Gerät dann über ein vollwertigen USB-Port. Das Gehäuse an sich ist mit einer Soft-Touch Oberfläche überzogen und fasst sich sehr griffig an. Aber leider sammeln sich auf der Gehäuseoberfläche schnell Fingerabdrücke. Ähnlich ist es beim Display, obwohl dies mit einer Fingerabdruck abweisenden Schutz überzogen wurde. Im Gegensatz zu den Mitbewerbern bietet Asus dieses Gerät nicht in Standardfarben wie schwarz oder weiß an, sondern in Gold oder wie in unserem Fall in einem Blau Ton an.

Die gesamte Verarbeitung des Gehäuses gefällt. Selbst häufiges öffnen und schließen des Tablets mit angeschlossenem Dock gibt keinerlei Knarz Geräusche von sich. Auch ist unserer Meinung nach das Gewicht des Tablets völlig in Ordnung. Manch einer mag  meinen, dass 595 Gramm für ein Tablet doch recht viel sein mögen, aber man sollte nicht außer Acht lassen, dass das Tablet über WWAN Modul verfügt und 40 Gramm leichter als der Vorgänger ist. Mit dem Dock gemeinsam wiegt das TF303CL dann 1,145 Kilogramm.

Spezifikationen

Im Inneren des Transformer Pads werkelt ein Intel Atom Z3745 Quad-Core CPU mit 1,8 Ghz. Als Arbeitsspeicher stehen 2 GB zur Verfügung. Um Apps, Dokumente, Filme und Fotos auf dem Gerät abspeichern zu können, stehen entweder 16 oder 32 GByte zur Verfügung. Einerseits kann man den Speicher mittels einer Micro-SD Karte erweitern, aber gleichzeitig bietet Asus noch über den eigenen Cloud Dienst 5 Gigabyte Speicher an. Ansonsten funkt das WAN Modul im LTE Standard mit bis zu 150 Mbps. Im WLAN kann man auf die Standards a/b/g/n zurückgreifen. Der verbaute Bluetooth Chip funkt im Standard 4.0.

Bei unseren Tests sind wir mit dem Gerät bequem über einen ganzen Arbeitstag gekommen und mussten es erst nach rund 10 Stunden an die Steckdose hängen. Sicherlich auch ein interessanter Aspekt ist die Leistung bzw. die Daten der Kamera. Auf der Rückseite der Kamera ist ein 5 Megapixel Sensor verbaut und für Videotelefonie steht ein 1,2 Megapixel Sensor zur Verfügung.

Jpeg

Software

Als Betriebssystem setzt Asus auf Android 4.4 KitKat. Als Oberfläche setzt Asus auch bei diesem Gerät auf die bekannte ZenUI Oberfläche, die Asus schon bei anderen Geräten einsetzt. Neben der Oberfläche ZenUI steuert noch allerlei Softwarebeigaben bei, ob sinnvoll oder nicht, dass mag die Entscheidung des persönlichen Bedürfnisses sein. Insgesamt lässt sich die Software sehr gut bedienen. Android Neulinge finden sich schnell zurecht, auch Android Veteranen fühlen sich direkt zu Hause. Allerdings muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass die Bedienung über Tastatur und Maus Android als Betriebssystem nicht die richtige Wahl ist. Nicht alle Apps sind für diese Art von Bedienung konzipiert und man doch schnell merkt, dass bei anderen Betriebssystemen es deutlich intuitiver gelöst ist.

Fazit

Mit dem Transformer Pad TF303CL hat man durchaus eine interessante Alternative zu einem Tablet bzw. auch zu einem Notebook. Ob jetzt das Android System an dieser Stelle das Richtige ist, würden wir an dieser Stelle definitiv mit Nein beantworten. Es liegt weniger an dem Gerät selbst, sondern daran, dass Android schlicht und einfach nicht für die Bedienung mit Maus und Tastatur optimiert ist und viele Apps diese Eingaben nicht verstehen oder umsetzen können. Ansonsten hat uns das Gerät bei der täglichen Arbeit überzeugt und begeistert. Daher würden wir an dieser Stelle eher demjenigen empfehlen, der ein Android Tablet sucht und hin und wieder längere Texte mit einer Tastatur schreiben möchte und daher auf das Tastaturdock zurückgreifen will.