Review Dell XPS 13 2-in-1

Neben den klassischen Notebooks hat Dell auch interessante Convertibles im Portfolio. Mit dem Dell XPS 13 2-in-1 (Dell XPS 13 9365) haben wir uns das Premium Modell mal genauer angesehen.

Vor einiger Zeit hatten wir mit dem Dell Latitude 7370 ein schlankes Business-Notebook im Test welches einen sehr positiven Eindruck hinterlassen hatte. Bei der XPS Produkten handelt es sich um Dells Flaggschiffprodukte, diese sollen Premium Design sowie eine Top-Ausstattung verbinden. Unsere Ansprüche an das Gerät sind daher ziemlich hoch. Das XPS 13 2-in-1 bietet auch wieder ein Display mit InfinityEdge Bauweise, das heißt die äußeren Ränder oben und an den Seiten haben eine Breite von 5,2mm. Als Folge handelt es sich bei der Dell XPS 13 Reihe um die kleinsten 13 Zoll Display Notebooks, vergleichbar zu 11-12 Zoll Geräten. Der optische und haptische Eindruck ist wie erwartet hervorragend.

Das XPS 13 2-in-1 ist ein Tablet-Notebook-Convertible, bei dem Display handelt es sich also um einen Touchscreen. Das Gerät unterstützt einen Tablet-Modus, anders als beispielsweise bei den Microsoft Surface Geräten lässt sich das Display nicht von der Recheneinheit trennen. Das XPS 13 2-in-1 lässt sich „nur“ umklappen und dient dann so als Tablet. Neben dem Tabletmodus (Hoch- und Querformat möglich) und dem regulären Notebookmodus lässt sich das Gerät auch als „Tent“ und „Stand“ betreiben. Während unseres Testzeitraums haben wir die letzteren beiden Modi ehrlicherweise nie verwendet.

Die unterschiedlichen Modi auf einen Blick

Unser Testmodell war glücklicherweise recht gut ausgestattet, der Onlinepreis im Dell Business Shop beträgt aktuell rund 1700 Euro brutto:

  • Intel Core i7-7Y75 Prozessor der 7. Generation (bis 3,6 GHz)
  • Intel HD-Grafik 615
  • 3“ FHD (1.920 x 1.080 Pixel) InfinityEdge touch display
  • 256 GB M.2 PCIe SSD
  • 8 GB LPDDR3 RAM
  • 11ac (2×2 Dual Band 2,4 und 5 GHz WLAN) + Bluetooth 4.1
  • Windows 10 Home (64bit), im Dell Shop wird das XPS 13 2-in-1 mit Windows 10 Professional angeboten
  • 4 Zellen Akku mit 46 Wh
  • Abmessungen: Höhe: 8 bis 13,7 mm x Breite: 304 mm (11,98 Zoll) x 199 mm
  • Gewicht: 1,24 kg

 

Ports:

  • Thunderbolt™ 3 mit PowerShare und Gleichstromeingang
  • USB-C 3.1 mit PowerShare, Gleichstromeingang und DisplayPort
  • Kartenlesegerät für MicroSD-Karte
  • Kopfhöreranschluss
  • keine USB-A Anschlüsse, USB-A to USB-C Adapter im Lieferumfang enthalten
  • Steckplatz für Noble-Sicherheitsschloss
  • Microsoft Hello kompatibler Fingerabdruckscanner

Diese Variante liegt bei Onlinehändlern bei rund 1500 Euro, der kleine Bruder mit i5 / 4GB / 128 GB SSD wurde bei Onlinehändlern für knapp über 1000 Euro gesichtet.

 

Gehäuse und Verarbeitung

Das erste was uns wieder erfreut, das Dell XPS 13 arbeitet wieder extrem leise und selbst der mobile i7 Prozessor wird passiv gekühlt. Wie bereits erwähnt ist das XPS 13 2-in-1 hervorragend verarbeitet, keinerlei Spaltmaße sind zu finden, nichts knarzt oder klappert. Der Deckel besteht aus Aluminium und macht einen stabilen Eindruck, im inneren erwartet den Nutzer eine angenehme Soft-Touchoberfläche im Carbonlook. Das Laptop steht dank der Scharnier in jeder Stellung angenehm fest, das Arbeiten unterwegs ist ohne Probleme möglich.

Verarbeitung und Ausstattung sind einem Flaggschiff angemessen, der Preis Dell-typisch mit einem gewissen Aufschlag zu betrachten.

Display

Das Dell XPS 13 9365 ist wieder mit Full HD oder mit QHD+ (3200×1800 Pixel) Auflösung verfügbar, aufgrund der Hybridfunktionalität bieten beide Touchscreenfunktionalität. Anders als der Latitude „Cousin“, verbaut Dell auch in der Full HD Variante ein spiegelndes Display, mit diesem ist bei Sonneneinstrahlung jedoch noch relativ angenehm zu arbeiten. Während das QHD+-Display durch die höhere Pixeldichte Retina-Qualität bietet, reicht auch das Full HD Display vollkommen aus. Pixel, Schlieren oder Verschwommene Schrift sucht man in der Full HD Variante vergeblich.

Bei einigen Dell Notebooks wird eine automatische Helligkeitsanpassung genutzt, die die Helligkeit und den Kontrast abhängig vom Bildschirminhalt anpasst (hier testen). Glücklicherweise hat diese Funktion ein Update erhalten und reagiert nun deutlich besser. Wir haben das optionale Update um Dynamic Backlight Control zu deaktivieren am Pressegerät nicht eingespielt da es sich um einen Firmwareeingriff handelt.

Tastatur, Trackpad, Touchscreen

Unser Testmodell mit englischer Tastatur bietet einen einen angenehmen Tastenhub mit einem angenehm harten Druckpunkt. Die Tasten reagieren präzise und ohne zu wackeln. Ein Numpad ist nicht vorhanden. Positiv im Vergleich zum deutschen Dell XPS 13 fällt auf, dass Page Up/Down auf eigenen Tasten zu finden sind – beim XPS 13 werden diese über die FN-Taste aktiviert. Das Tippgefühl auf den Chiclet-Tasten ist hervorragend. Die Tastaturbeleuchtung ist zwar dimmbar, leuchtet aber in der stärkeren Stufe meiner Meinung nach zu schwach und zu ungleichmäßig. Weiter schaltet sich die Beleuchtung auch im Netzbetrieb zu schnell aus.

Das Trackpad ist angenehm groß, jedoch kleiner als am Macbook. Das multitouchfähige Trackpad gibt zum Klicken nach, die beiden Maustasten sind nahtlos integriert, das Trackpad reagiert auch zur Gestensteuerung sehr angenehm, hier gibt es nichts bemängeln.

Bei dem Touchscreen handelt es sich um einen 10-Finger Multitouchscreen, im Tabletbetrieb ist es angenehm zu bedienen, aktuelle Windows Apps unterstützen die Fingereingabe mittlerweile reibungslos.

Business Features

Das XPS 13 2-in1 wird zwar nicht als Business-Laptop vermarktet, dennoch ist Hardware TPM 2.0 vorhanden, BitLocker Verschlüsselung bringt Windows on-Board. Ein Fingerabdruck Scanner ist ebenfalls verbaut. Kleiner Wermutstropfen, unser Testmodell war lediglich mit Windows 10 Home ausgestattet, obwohl im Dell Shop Windows 10 Professional genannt wird. Für den Einsatz im Unternehmen ist somit eine zusätzliche Windows 10 Lizenz notwendig.

Leistung

Im Allgemeinen hinterlässt der i7-7Y75 einen sehr guten Eindruck für einen Mobilen Prozessor. Den typischen Office-Mix beackert der Prozessor ohne zu murren. Grafikchip, M2.SSD und Arbeitsspeicher arbeiten perfekt zu. Aufwendigere Programme wie Lightroom oder Photoshop kommen naturgemäß bei großen Bilddateien eher an ihre Grenzen, spielen im Allgemeinen jedoch gut mit.

Im Geekbench 4 Benchmark erreicht der Prozessor des Dell XPS 9365 einen Multi-Core Score von rund 7570 Punkten und schlägt dabei die typischen Businessnotebooks mit i7 7500U Prozessoren recht knapp. Das Dell XPS 13 erreicht einen Gesamtscore von 18412 und liegt in etwa vergleichbar zu anderen i7 Notebooks. Das Kopieren von rund 10 GB an Bildern von externer SSD via Dell DA-200 auf die Festplatte geht mit einer schwankenden Geschwindigkeit von 60 bis 180 MB/s von statten.

Der Akku hält im typischen Office-Mix auf mittlerer Helligkeit ohne Windows Stromsparmodus rund 5-6 Stunden, ein eher mittelmäßiger Wert.

Zubehör

Aufgrund der kompakten Größe und der damit verbunden eher übersichtlichen Anschlüsse werfen wir einen kleinen Blick auf das Thema Zubehör. Der wichtigste Punkt, der Dell hat außer den Thunderbolt 3 / USB-C Anschlüssen nur einen microSD Karten Slot, heißt jegliche Peripherie wird per USB-C und zugehörige Adapter angeschlossen. Freundlicherweise legt Dell einem USB-A-auf-C Adapter bei. Meiner Meinung nach gehört neben dem enthaltenen Adapter, zumindest der Adapter Dell DA-200 (VGA, HDMI, USB-A, Ethernet auf USB-C) auf jeden Fall zu den Essentials und sollte auf keinen Fall fehlen. Per USB-C/Thunderbolt 3 lässt sich auch problemlos das ein oder andere Dock (Dell TB13, Dell WD13) betreiben, sodass auch der Stationäre Betrieb einfach möglich ist.

Fazit Dell XPS 13 2-in-1

Das Dell XPS 13 2-in-1 ist eines der besten Notebooks, die wir im Test hatten, Schwächen gibt es so gut wie keine. Design und Verarbeitung sind hervorragend, die Ausstattung in den oberen Varianten weiß zu gefallen, lediglich der fehlende USB-A Anschluss könnte ein Wermutstropfen sein. Dell liefert glücklicherweise den entsprechenden Adapter mit. Wer auf die Tabletfunktionen verzichten kann, kann sich bei den entsprechenden Notebook Varianten Dell XPS 13 9360 oder dem bereits getesteten Business-Notebook Dell Latitude 7370 umschauen.

Das Dell Dell XPS 13 2-in-1 (9365) erhält das BusinessGadgets Testurteil „Ausgezeichnet“.
Skala: Ausgezeichnet – Sehr gut – Gut – Befriedigend – Ausreichend - Durchgefallen