Review: Prestigio Multipad Visconte 3 3G und Trekstor SurfTab Wintron 10.1

Sind Sie auf der Suche nach einem günstigen Tablet mit vollwertigem Windows? Dann haben wir hier vielleicht was für Sie, wir haben das Prestigio Multipad Visconte 3 und das Trekstor SurfTab Wintron 10.1 für Sie getestet.

In Sachen technischer Ausstattung und Design sind die beiden Tablets identisch. Sie unterscheiden sich lediglich anhand ihres Gehäuses. Beide Tablets verbauen ein Display mit einer 10,1 Zoll (25,7cm) Displaydiagonale mit einer Auflösung von 1280×800 Pixeln. Verbaut ist der Intel Atom Z3735F mit maximal 1,83 GHz und 2 GB Arbeitsspeicher. Der interne Speicher beträgt 32 GB und lässt sich per MicroSD Karte erweitern. Positiv ist zu vermerken dass beide Tablets auch in einer UMTS Variante mit Mobilfunkmodul erhältlich sind. Das Multipad hat einen 7000 mAh, das SurfTab einen 8000 mAh Akku verbaut. Beide Tablets halten in etwa einen Arbeitstag durch. Prestigio und Trekstor geben eine UVP von 249€ an. Zum Vergleich, das Surface 3 mit stärkerem Prozessor liegt bei einer UVP 599 €. Das Prestigio enthält eine 1-Jahresversion von Office 365, das Trekstor enthält ein 3-Monatiges Abo zum Digitalbereich einer deutschen Tageszeitung. Verbaut sind je ein USB 2.0, ein Micro-USB Anschluss und ein Micro HDMI Anschluss. Beide Tablets laufen mit Windows 8.1 mit Bing in einer 32 Bit Variante. Eine Kamera auf der Vorder- und auf der Rückseite für Videochats ist vorhanden, ein Klappständer ist leider nicht vorhanden.

Grundsätzlich sind beide Tablets gut verarbeitet und als Tablet angenehm zu bedienen. In Sachen Optik gibt es nichts zu bemängeln. Von Gewicht und Größe liegen beide Tablets gut in der Hand. Die Tablets werden passiv gekühlt und sind daher lautlos.

Windowstablets schreiben sich auf die Fahne, dass sie auch zum produktiven Arbeiten gedacht sind, diesen Aspekt haben wir uns ebenfalls näher angesehen. Im Geekbench erreicht das Tablet rund 720 (Single-Core) bzw. 2100 Punkte (Multicore-Score). Zum besseren Vergleich, das Dell Venue 11 Pro welches wir letztes Jahr getestet haben erreichte ca. 960 bzw. 3060 Punkte, das teurere Surface 3 (nicht Pro) ca. 960 bzw. 3200 Punkte. Der Eindruck in der täglichen Nutzung ist meistens positiv. Einfache Einsatzzwecke wie Surfen oder die Office-Nutzung sind flüssig, bei mehreren offenen Tabs bzw. aufwändigeren Webseiten kann das Tablet auch mal einige Gedenksekunden einlegen. Bei ressourcenintensiver Software wie beispielsweise Adobe Lightroom sieht es schon anders aus. Der Prozessor und der Arbeitsspeicher kommen ins Schwitzen und sind wie zu erwarten gut ausgelastet. Kein Vergleich zu einem ausgewachsenen Laptop oder dem Surface 3 Pro von Microsoft. Bei Bedarf ließe sich also auch aufwändigere Software nutzen, ein Vorteil den Windowssysteme mitbringen.

Zubehör

Werfen wir einen Blick auf das Zubehör. Für beide Tablets gibt es eine Schutzhülle mit integrierter Tastatur und Standfunktion. Abgesehen vom Branding sind auch diese identisch. Design, Verarbeitung und Tippgefühl sind bei beiden Hüllen gleich. Auf dem Tisch steht das Tablet in der Halterung auch recht stabil. Leider steht das Tablet dann in einer Art Dreieckskonstruktion und wird von einem mittigen gelegenen spitzen Dreieck zusammengehalten. Auf dem Schoß hält dies leider nicht bzw. nur bedingt. Ein bequemes Arbeiten sieht anders aus. Leider gefällt uns das Tippgefühl auf der verbauten Tastatur überhaupt nicht, nach einigen Tagen im Einsatz gewöhnt man sich irgendwie dran. Zum einen liegen die Tasten zu weit auseinander zum anderen sind die einzelnen Tasten zu klein. Die Optik erinnert zwar an die beliebten Chiclet-Tastaturen, die Umsetzung ist jedoch nicht gelungen. Der Tastenhub und die damit verbundene Lautstärke ist hingegen zufriedenstellend.

Fazit

Beide Tablets gefallen uns aufgrund ihres Preis-Leistungs-Verhältnisses. Der verbaute Atom Prozessor ist ein Einsteigermodell und in Anbetracht des Preises geht das auch in Ordnung. Als Alternative zum Laptop oder gar zum Desktop-PC sind die Tablets teilweise geeignet, der Schwachpunkt ist der Prozessor und vor allem der geringe interne Speicher. Zum Surfen oder das Nutzung von Office sowie anderer speicherschonenden Anwendungen dürften diese reichen. Wer eine vollwertige Alternative zum Laptop oder zum produktiven mobilen Arbeiten sucht ist mit einem besser ausgestatteten Tablet besser bedient.

Für die optional erhältlichen Tastaturen können wir keine Kaufempfehlung abgeben, als Cover sind diese geeignet, es sind jedoch bessere Tastaturen (Bluetoothfähig sind beide Tablets) auf dem Markt erhältlich.

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