Testbericht: HP Envy 120

Testbericht: HP Envy 120

Der HP Envy 120 ist ein Drucker mit der sogenannten ePrint Technik. Mit diesem Druckermodell hat HP versucht modernes Design mit stupider Bürotechnik zu verbinden, um so ein entsprechendes Angebot für designorientierte Käufer zu bieten. Aber letztendlich stellt sich doch die Frage was ist bei Bürotechnik wichtiger? Design oder Funktion?  Wir haben uns von dem Design des HP Envy 120 nicht blenden lassen und uns näher mit der Technik des Druckers beschäftigt.

Bei der Entscheidung für einen Druckerkauf sollte man sich vor allem die Frage stellen welche Funktionen man von dem Drucker erwartet. Der HP Envy 120 ist kein 4-in-1 Drucker, da bei diesem Gerät die Fax Funktion nicht vorhanden. Ist die Nutzung von Fax eher unerheblich, so kann man doch auf diesen Drucker einen näheren Blick werfen. Wie am Anfang schon erwähnt, verfügt dieser Drucker über die sogenannte ePrint Technik. Hinter der ePrint Technologie verbirgt sich die technische Möglichkeit mit seinem iPhone, iPod Touch oder iPad direkt, ohne über den Computer zu gehen, Dokumente ausdrucken kann.

Holt man den Drucker aus dem Karton, so hat man ein sehr kompaktes Gerät vor sich stehen. Direkt fällt einem die Glasplatte im Deckel des Druckers auf. Man kann so einen direkten Blick auf die Ablagefläche für Dokumente werfen. Das Gerät kann über unterschiedliche Verbindungsmöglichkeiten Dokumente ausdrucken. Über USB kann der Drucker direkt mit dem Computer verbunden werden, alternativ kann der Drucker über WLAN auch in das vorhandene Netzwerk eingebunden werden. Des Weiteren fällt bei der Bedienung des Druckers auch auf, dass sehr viel Wert auf das Design gelegt wurde, da der Drucker über keine physikalischen Knöpfe besitzt, sondern komplett über ein Touchscreen gesteuert wird. In Hinblick auf das Design ist es den Ingenieuren von HP gelungen das Papierausgabefach zu verstecken und nur ausfahren zu lassen, wenn wirklich ein Dokument gedruckt wird. Um kompakte Ausmaße des Gerätes zu wahren, wurde auch das Papierfach in das Gerät integriert und kann zum Nachlegen elektrisch ausgefahren werden.

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Werfen wir nun mal ein Blick auf die Leistungsdaten des Druckers. Für einen Arbeitsplatzdrucker wird einem sofort das kleine Papierfach von 80 Seiten auffallen. Insbesondere im Büroalltag ist doch ein zweites Papierfach empfehlenswert, um schnell bspw. Briefumschläge drucken zu können. Die Druckergebnisse des Gerätes sind sowohl in Schwarz als auch in Farbe sehr gut. Als weiteren Vorteil lässt sich bei diesem Gerät die geringe Betriebslautstärke hervorheben. Vor allem wenn man im Büro konzentriert arbeiten muss, fällt der Betriebsgeräusch nicht sehr auf.

Im Vergleich zu anderen Druckern bietet der Envy 120 nicht die Möglichkeit das Papier sauber einzulegen bzw. einzuklemmen, so dass der Drucker möglicherweise das Papier schief einziehen kann. Wenn im geschäftlichen Alltag viele A4 Seiten zu kopieren sind, dann wird den Mehrblatteinzug vermissen. Aber im Gegensatz bietet das Gerät vernünftige Kopierergebnisse. Unverständlich bei der Konstruktion bei einem solchen Gerät ist, warum das zu kopierende Dokument mit der Schrift nach oben eingelegt werden muss. Aus diesem Grund können mit diesem Gerät keine vertraulichen Dokumente kopiert werden.

 

Als Fazit zu diesem Gerät hat sich im Rahmen des Produkttests ergeben, dass das Gerät für den beruflichen Alltag im Büro bzw. Homeoffice eher nicht einsetzbar ist. Man merkt ganz klar, dass HP das Gerät eher für den privaten Einsatz konzipiert hat. Insbesondere liefert der Envy 120 in Verbindung mit dem original HP Fotopapier sehr ordentliche Ergebnisse beim Fotodruck, die sich sogar mit Fotolaboren messen können. Wer nur gelegentlich etwas Drucken möchte und keine Faxfunktion benötigt für den wird der Envy 120 die optimale Wahl sein.